Infrastrukturüberlegungen
RealmJoin-Infrastruktur- und Netzwerkanforderungen, einschließlich Proxy-Hinweisen und den Azure- und Office 365-IP-Bereichen, die erreichbar sein müssen.
Netzwerk
Proxys vermeiden
Die Erstbereitstellung benötigt direkten Internetzugang. Kein Proxy wäre ideal, aber ein transparenter Proxy sollte problemlos funktionieren (wenn er wirklich transparent ist). Wenn ein Proxy unvermeidbar ist, müssen mindestens die folgenden Dienste/Adressen direkt erreichbar sein:
Für eine Liste der entsprechenden IP-Bereiche klicken Sie auf den folgenden Link:
Diese Datei enthält die Compute-IP-Adressbereiche (einschließlich SQL-Bereiche), die von den Microsoft Azure-Rechenzentren verwendet werden. Jede Woche mittwochs (Pazifische Zeit) wird eine neue XML-Datei mit den neu geplanten IP-Adressbereichen hochgeladen. Neue IP-Adressbereiche werden am folgenden Montag (Pazifische Zeit) wirksam. Laden Sie die neue XML-Datei herunter und nehmen Sie vor Montag die erforderlichen Änderungen an Ihrer Site vor.
Dieser Artikel verlinkt eine Datei, die die Compute-IP-Adressbereiche enthält, die Sie in Ihre ausgehenden Zulassungslisten aufnehmen sollten, damit Ihre Computer Office 365 erfolgreich nutzen können.
Das Filtern allein nach IP-Adressen ist aufgrund von Abhängigkeiten von internetbasierten Diensten wie Domain Name Services (DNS), Content Delivery Networks (CDNs), Zertifikatsperrlisten und anderen Diensten von Drittanbietern oder dynamischen Diensten keine vollständige Lösung. Zu diesen Abhängigkeiten gehören auch Abhängigkeiten von anderen Microsoft-Diensten wie dem Azure Content Delivery Network, was dazu führt, dass Netzwerk-Traces oder Firewall-Protokolle Verbindungen zu IP-Adressen anzeigen, die Drittanbietern oder Microsoft gehören, aber auf dieser Seite nicht aufgeführt sind. Diese nicht aufgeführten IP-Adressen, unabhängig davon, ob sie von einem CDN- oder DNS-Dienst eines Drittanbieters oder von Microsoft stammen, werden dynamisch zugewiesen und können sich jederzeit ändern.
BranchCache und Geräteisolierung
BranchCache ist eine Windows-Technologie, die darauf ausgelegt ist, WAN-Datenverkehr zu reduzieren und die Inhaltsauslieferung zu beschleunigen innerhalb von Unternehmensnetzwerken. Dabei können Windows-Clients heruntergeladene Daten miteinander teilen, anstatt dass jedes Gerät denselben Inhalt immer wieder aus der Cloud abruft.
Für RealmJoin ist BranchCache standardmäßig aktiviert sowohl auf CDN- als auch auf Clientseite.
Warum nicht Delivery Optimization verwenden? Dieser Mechanismus unterstützt keine Paketquellen von Drittanbietern. Er funktioniert nur mit von Microsoft gesteuerten Endpunkten (z. B.: Windows Update, Store, M365 Apps oder Intune).
Daher setzen wir innerhalb von RealmJoin auf BranchCache, weil es ein integrierter Windows-Peering-Mechanismus ist, der mit Inhalten von Drittanbietern funktioniert:
CDN-seitig: Es ist standardmäßig aktiviert. Auf Wunsch können wir BranchCache CDN-seitig vollständig deaktivieren (pro Tenant), wodurch die clientseitige Konfiguration irrelevant wird.
Auf der clientseitig, ist die Funktion ebenfalls standardmäßig aktiviert. Durch das Setzen von
BranchCache.Mode = "Undefined"(siehe Benutzer- und Gruppeneinstellungen), kann dieses Standardverhalten geändert werden. Für bestehende Clients wird die Funktion jedoch nicht aktiv deaktiviert, sobald sie einmal zuvor aktiviert wurde. Zum Deaktivieren führen SieDisable-BCauf den gewünschten Geräten aus.
Damit BranchCache wirksam ist, müssen die Clients direkt miteinander kommunizieren können. Sie sollten also nicht durch unterschiedliche VLANs, Subnetze getrennt sein oder durch Geräteisolierung an der Kommunikation gehindert werden. Wir verwenden BranchCache im Distributed-Cache-Modus, bei dem jeder Client einen lokalen Cache vorhält und zwischengespeicherte Daten von Peers abruft. Die Option Hosted-Cache-Modus, der einen dedizierten Windows Server erfordert und auf Clients über die Richtlinie „Configure Hosted Cache Servers“ konfiguriert wird, ist nicht unterstützt von RealmJoin.
Wenn ein Clientgerät Softwarepakete zum ersten Mal herunterlädt, werden die Dateien in Chunks unterteilt, die deutlich kleiner als der ursprüngliche Inhalt sind, und auf dem Gerät zwischengespeichert. Wird dasselbe Paket später von einem anderen Clientgerät im selben Netzwerk angefordert, werden Inhaltsinformationen statt des vollständigen Inhalts vom Server heruntergeladen. Die Inhaltsinformationen werden verwendet, um den gewünschten Inhalt auf anderen Geräten im Netzwerk zu lokalisieren. Client-Peer-Ermittlung im „Distributed-Cache-Modus“ funktioniert wie folgt:
Ein Client sendet eine Multicast-Anfrage wie „Hat jemand die Content-ID XYZ?“
Jeder Peer, der das angeforderte Segment enthält, antwortet direkt per Unicast.
Anstatt Pakete vom Server herunterzuladen, wird der Inhalt in Form der aufgesplitteten Chunks an das Clientgerät übertragen. Wenn die angeforderte Software auf mehreren Geräten verfügbar ist, wird die Last zwischen ihnen ausgeglichen.
Weitere Details finden Sie auf Microsoft Learn: BranchCache
RealmJoin-Verbindungsendpunkte
RealmJoin verbindet sich über HTTPS mit den folgenden Hosts, die in Ihren Firewall-Einstellungen berücksichtigt werden können:
cdn.realmjoin.comx1.c.lencr.orgclient-api.realmjoin.comclient-api-staging.realmjoin.comrealmjoin-backend.azurewebsites.netrealmjoin-backend-staging.azurewebsites.netnuget.realmjoin.comenterpriseregistration.windows.netgkrealmjoin.s3.amazonaws.comlogin.microsoftonline.comgraph.microsoft.comrealmjoinstaticcdn.azureedge.net(Benachrichtigungsdienst)
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